Gerade wenn es um ein gemeinsames Heim geht, wie zum Beispiel einem Häuschen, hat wohl jeder seine eigenen Vorstellungen - und schon vor der Planung werden Ideen gesponnen vom perfekten Haus. Während sich der eine ganz klassisch ein gemütliches Nest mit weißen Vorhängen, Echtholzmöbeln und Garten ausmalt, reifen im anderen die Träume vom "virtual home" - von unten bis oben durchdigitalisiert inklusive einer Fernbedienung, die selbst den Bräunungsgrad des Toastbrotes noch vom Bett aus steuern kann.
So oder so ähnlich hatte sich das auch bei Herrn M. und mir zugetragen. Jeder für sich spann seine Gedanken um das Wort "zuhause" anders. Obwohl wir viel miteinander träumten und da auch zu formulieren versuchten, hatten wir trotzdem viele unterschiedliche Bilder vor Augen*:
*Sowas kennt ihr bestimmt auch, vielleicht in etwas abgewandelter Form :)
Hätten wir beide vor nicht allzu langer Zeit unsere Gedanken in ein Bild gefasst, würde das ungefähr so aussehen:
Doch zum Glück haben wir irgendwann festgestellt, dass unsere Vorstellungen ein klitzekleines Bisschen voneinander abweichen. Wahrscheinlich als ich über das Design des begehbaren Kleiderschranks brütete, während Herr M. gerade den Lautsprecherkatalog in Händen hielt. Uns wurde klar, dass es trotz des gemeinsamen Ziels und der damit verbundenen Harmonie nicht selbstverständlich ist, das gleiche zu meinen wenn man vom selben spricht.
Zugegeben - anfangs war es schon sehr schwierig, unsere Vorstellungen unter einen Hut zu bringen. Möchte doch niemand auf die eigenen Wünsche verzichten! Mittlerweile klappt es jedoch sehr gut, indem wir einfach noch klarer formulieren, was uns gefällt. Mit Bildern und Fotos zum Beispiel. So wird aus dem Begriff „Bigsofa“ nicht das opulente Schlafgemach im pompösen Stil von Ludwig dem XIV., sondern eine gemütliche Sitzgelegenheit, auf der auch gern geschlafen werden darf.
Nun wo das erste Renovierungswochenende bevorsteht, können wir beruhigt sagen, unseren eigenen gemeinsamen Stil gefunden zu haben. Und das auch noch, ohne die Individualität des Einzelnen auf der Strecke zu lassen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich? Dass manche Dinge trotz augenscheinlicher Gleichheit dann doch ganz anders sein können, je nachdem durch wessen Blickwinkel man sie betrachtet? Ich muss da immer an den thailändischen Spruch „same same but different“ denken, der dort an jeder Straßenecke auf den T-Shirts prangt.
Ich bin gespannt und wünsche euch ein traumhaftes Wochenende!
Conny
PS: Ich freue mich darauf, euch im nächsten Post endlich die neu gestrichenen Stühle zeigen zu können!









