... und zweites als man denkt. :D Wie vielleicht einige von euch via Twitter mitbekommen haben, war ich das letzte Wochenende für ein paar Tage in Irland um dort einen Herzensmenschen zu besuchen. Da es mein erster Flug ins fremdsprachige Ausland war und das dazu alleine, war ich entsprechend aufgeregt - ich hasse es nicht genau zu wissen was auf mich zukommt und wie alles abläuft und male mir immer die schönsten Horrorszenarien aus. Mein Umfeld tat sein Bestes um mich zu beruhigen, was dann in der Tat auch einigermaßen klappte und ich fest davon ausging, dass alles problemlos über die Bühne gehen würde. Tja, denkste Puppe. :D
Der Donnerstag begann für mich um 3 Uhr, da ich bereits um 4:30 Uhr die Sbahn in Richtung Flughafen nehmen musste. Es kam wie es kommen musste, Samira stand an der Haltestelle und hat die Sbahn direkt mal verpasst. Hervorragende Leistung. Auf dem Flughafen selbst lief alles soweit ganz gut bis ich zum Security Check kam und man mich dort nen halben Striptease hinlegen ließ bevor man sich dann meiner Handtasche widmete und mich samt meiner Kamera in den Nebenraum bat, wo diese auf Sprengstoff untersucht wurde. Äh?! Aber gut. Alles halb so schlimm. :D Irgendwann saß ich dann tatsächlich mal im Flugzeug und auf gings nach Amsterdam. Den Flug verbrachte ich ganz charmant, indem ich mit offenem Mund den ganzen Weg verpennt hab. :D
In Amsterdam dann flott durch den Flughafen gelaufen, nochmal kurz halb nackig gemacht um die Security Menschen gnädig zu stimmen (an diesem Punkt gratulierte ich mir heimlich, als ich auf Socken darauf wartete, dass meine Schuhe aus dem Röntgending da kamen, dass ich ausnahmsweise mal keine peinlichen Strümpfe mit irgendeinem schrecklichen Muster angezogen habe :D).
In Cork gelandet fing dann der erste Teil des Dramas an. Samira stand am Gepäckband und wartete. Und wartete. Und wartete noch ein bisschen. Bis das Band dann ausging und ich mir eingestehen musste, dass mein Koffer vermutlich nicht von alleine noch rausgehüpft kommen wird. Panik. Schnell ein bisschen Unterstützung via WA geholt und ab zum Info Schalter um dort mal kurz sämtliche Englischkenntnisse zu vergessen. Irgendwie habe ich es dann doch geschafft begreiflich zu machen, dass mein Koffer nicht wirklich hier ist um dann gesagt zu bekommen, dass dieser wohl noch in Holland wäre. Äh, ja. Hilfe? Man würde ihn mir aber hinterherschicken und er würde bestimmt noch am selben Tag eintreffen.
Dies traf dann auch tatsächlich ein, als um 23 Uhr das Handy klingelte und ich es mit einem Blick aufs Display panisch zu Chris rüber warf, damit er das Telefonat führen konnte. Der Koffer kam dann per Taxi und den Worten "Ist das ihrer? Wenn nicht, können sie ihn dennoch behalten.". Hervorragend. Immerhin hatte ich jetzt meinen Kram und ich schwor mir beim nächsten Flug wenigstens einen Ersatzschlüppi und anderen Notfallkram ins Handgepäck zu nehmen.
Die Tage in Irland waren sehr toll und wahnsinnig entspannend. Es ist erstaunlich wie schnell man sich bei einer vertrauten Person zu Hause fühlt, obwohl man noch die dort war und noch dazu in einem fremden Land ist. Die Iren sind ein sehr freundliches Volk, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig, besonders wenn Alkohol im Spiel ist. :D Davon abgesehen habe ich wirklich nette Menschen kennengelernt und feststellen dürfen, dass Irland wirklich arschteuer ist. :D
Am Sonntag ging dann der zweite Teil des kompletten Widerspruchs zu "Ach, das wird alles glatt laufen!" los. Nachmittags wurde ich von Chris zum Flughafen gebracht, wo ich nach dem Einchecken etwas irritiert auf meine Tickets guckte, da mir die Zeiten für das Boarding etwas... merkwürdig vorkamen. Am Ende kam dann raus, dass mein Flug von Cork nach Amsterdam ne geschmeidige Stunde Verspätung hatte. Was natürlich wirklich passend war, wo ich in Amsterdam selbst doch gerade mal 55 Minuten Zeit hatte um meinen Anschlussflug zu bekommen. Tja. Satz mit X und so. :D
Ich bekam also direkt mal wieder das große P in den Augen, nachdem wir dann auch noch feststellten, dass dies, dank Nachtflugverbot, der letzte Flug nach Frankfurt war. Äh, yay? Meine Laune war zu diesem Zeitpunkt so ziemlich im Keller. :D Ich hab mich dann dazu gezwungen wieder auf den Boden zu kommen und darauf spekuliert, dass der Anschlussflug ja evntl auch verspätet sein könnte. Denkste. Again. In Amsterdam war dann definitiv klar, dass der Flug weg war und eine andere Lösung her musste. Ich machte mich also auf die Suche nach einem Schalter der Fluggesellschaft und verlor, als ich diesen fand, wieder sämtliche Fähigkeiten Englisch zu sprechen. Die nette Dame druckte mir gefühlt 3000 Tickets und Coupons aus, und schickte mich zum anderen Schalter, wo mein Englisch zum Glück wieder vorhanden war und man mir mit einem Hotelzimmer und einem Notfallset aushalf. Meinen Koffer konnte ich nämlich nicht bekommen und ich Held dachte mir noch "Ah nee, auf dem Rückweg lohnt es sich nicht noch Zeug ins Handgepäck zu nehmen, in Frankfurt ist es ja nicht tragisch, wenn der Koffer nicht ankommt.". Tja, konnte ja niemand denken, dass ich auf dem halben Weg stecken bleibe. :D Die Nacht wurde also irgendwo in Amsterdam im sexy XXL T-Shirt verbracht und am nächsten Morgen ging es mit dem ersten Flug endlich wieder heim.
Mir persönlich hätte nur noch eine Notwasserlandung gefehlt um wirklich jeden meiner worst case Fälle abzudecken, aber wenigstens davon wurde ich verschont. ;) Wer weiß, vielleicht beim nächsten Mal? Immerhin weiß ich jetzt, was definitiv in mein Handgepäck reinkommt und das ganz egal ob beim Hin- oder Rückflug. :D
Und weil ich genau weiß, dass du meinen Blog liest: Vielen Dank für die wundertollen Tage bei dir und die seelische "Krisen"unterstüzung! <3>